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Anmeldung einer Konkursforderung

Beispiel:

Max Muster wollte sich ein Einfamilienhaus errichten lassen. Doch nach Leistung der Anzahlung von 30.000 Euro ging die Baufirma in Konkurs. Da der Masseverwalter einen Eintritt in den Vertrag abgelehnt hat, ist  Max Muster gezwungen, seine Forderung beim Konkursgericht als Konkursforderung anzumelden.

Diese Anmeldung kann man durchaus selbst vornehmen. Natürlich kann man sich auch - kostenpflichtig - von einem der bevorrechteten Gläubigerschutzverbände bzw. einem Rechtsanwalt vertreten lassen.

Doch mit der Anmeldung der Forderung (innerhalb der Anmeldefrist - sonst muss man Kosten einer nachträglichen Prüfungstagsatzung bezahlten) ist es noch nicht getan. Nun findet beim Konkursgericht eine Prüfungstagsatzung statt. In dieser wird die Forderung entweder vom Masseverwalter anerkannt, dann hat man Aussicht auf eine quotenmäßige Befriedigung der Forderung. Oder aber, der Masseverwalter bestreitet die Forderung. Dann müsste man innerhalb einer bestimmten - vom Gericht festgelegten - Frist einen Prüfungsprozess gegen den Masseverwalter anstrengen. Eine Situation, in der man jedenfalls rechtlichen Rat einholen sollte.

In der Konkursanmeldung ist daher der Anspruchsgrund genau zu beschreiben und es sind auch die notwendigen Beweismittel anzugeben bzw. auch gleich beizulegen. Es empfiehlt sich auch, mit dem Masseverwalter Kontakt aufzunehmen und schon vor der Prüfungstagsatzung abzuklären, ob er den Anspruch anerkennen wird.

Die Anmeldung einer Forderung ist kostenpflichtig. Erkundigen Sie sich jeweils zuvor beim zuständigen Konkursgericht.

Ein Formular finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Justiz (hier).

 

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