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Anspruchschreiben an Haftpflichtversicherung

Beispiel:

Die ersten Sonnenstrahlen im Februar führten zu Tauwetter und eine Dachlawine begrub Max Musters PKW. Doch Max Muster hat Glück im Unglück: Die Wohnungseigentümer des Hauses, von dem die Lawine kam, haben keine Vorbeugungen getroffen und haften daher für die eingetretenen Schäden. Noch dazu haben sie eine Versicherung für ihr Haus, die auch eine Haftpflichtversicherung umfasst. Diese wird nun für den Schaden geradestehen.

Max Muster hat von der Hausverwaltung die Daten bekommen und fordert nun von der Versicherung die Anerkennung der Pflicht zum Schadenersatz dem Grunde nach.

Über die Höhe der Forderung wird man erst verhandeln müssen. Dazu muss zunächst ein Sachverständiger der Versicherung die Schäden besichtigen. In der Regel gibt es zwei Möglichkeiten.

  • Man stellt das Fahrzeug in eine Werkstatt und der Sachverständige besichtigt den Schaden dort. In vielen Fällen übernimmt die Werkstatt sogar die ganze Abwicklung mit der Versicherung.
  • Will man sich den Schaden aber lieber ablösen lassen, dann kann man - viele Versicherungen bieten dies an - auch zu einer Schadensbegutachtungsstelle der Versicherung fahren, der Schaden wird besichtigt und - im besten Fall - bekommt man gleich einen bestimmten Betrag zur Abgeltung der Schäden angeboten.

Bietet eine Versicherung eine Zahlung an, dann wird regelmäßig verlangt, dass man mit Annahme der Zahlung ausdrücklich erklärt, dass damit alle unfallkausalen Folgen abgefunden sind (Abfindungserklärung).

Wenn also die Folgen der Unfalles noch nicht klar zu überblicken sind - etwa weil bei Körperverletzungen mit Spätfolgen zu rechnen wäre - dann sollte man sich gut überlegen, solche Abfindungserklärungen zu unterschreiben. In solchen Fällen sollte man sich unbedingt von einer Konsumentenberatungsstelle, einem Autofahrerclub oder einem Rechtsanwalt beraten lassen.

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